Der Hammer



 
 
 
 

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Ein Streithammer besteht wie auch der Streitkolben aus Stiel und Kopf. Die Herstellung des Stiels erfolgt in allen Fällen gleich. Insofern wird auf die dortige Beschreibung verwiesen. Lediglich an der Stelle, an der sich später der Kopf befinden soll, wird die Rohrisolierung links und rechts teilweise abgeschnitten (siehe Zeichnung), damit sich der Kopf später nicht drehen kann. Dazu wird die Rohrisolierung vor der Verklebung mit dem Kernstab ungefähr auf der Hälfte der Kopfhöhe durchschnitten und mittels einer Schneidehilfe (4 Holzklötzchen - je zwei in Höhe der Dicke der Rohrisolierung abzgl. 5 mm und zwei in Höhe der Dicke der Rohrisolierung abzgl. 10 mm, über die quer eine Klinge gelegt wird, unter der das Rohr (beim ersten Mal die höheren Klötzchen, beim zweiten mal die flacheren) zwei Mal, jeweils um 180 Grad gedreht, her geschoben wird) angeschnitten. Der obere Teil der Rohrisolierung wird anders als beim Streitkolben nicht direkt auf den Kernstab geklebt, sondern erst, wenn der Kopf mit dem Stiel verbunden wird.

Für den Kopf läßt man sich beim Polsterer oder in einem Schaumstoff-Geschäft zwei Schaumstoffblöcke von ca. 30 X 12 X 6 cm zuschneiden. Diese werden später aufeinander geklebt.
Jetzt wird auf jeder der zwei Hälften jeweils der halbe Kanal für den Stiel aufgezeichnet und mit einem wirklich scharfen Messer (Mutige können das Messer vorher über einer Kerze heiß machen und den Kanal so quasi in den Schaumstoff schmelzen) ausgeschnitten. Hierbei muß sehr sorgfältig gearbeitet werden, sonst sitzt der Hammerkopf später schief auf dem Stiel.

Nun werden die beiden Schaumstoff-Hälften zusammengeklebt (Kanal auf Kanal versteht sich) und je nach Geschmack die Kanten gebrochen oder der Kopf sonstwie verziert.

Der fertige Kopf wird nun mit Pattex über den Kernstab mit dem unteren Teil der Rohrisolierung geschoben. Dann wird das obere Stück der Rohrisolierung über den oben freiliegenden Kernstab mit dem angeschnittenen Teil in den Kopf gesteckt. Auch hierbei wird sowohl der freiligende Kernstab als auch der angeschnittene Teil der Rohrisolierung satt mit Pattex eingeschmiert.

Danach ist der Rohling fertig und kann gelatext werden (auch dies läuft genauso wie beim Streitkolben ab). Man sollte aber den Hammerkopf wirklich sehr gründlich mit einer Grundierung aus Pattex oder Sprühkleber versehen, da andernfalls der Polsterschaumstoff zuviel Latex aufsaugt, was zur Folge hat, daß der Hammer ziemlich schwer (und aufgrund des Latex-Mehrverbrauches auch ein gutes Stück teurer)  wird.

Nach dem Finish liegt vor Euch eine Waffe, wie geschaffen, den Ungläubigen die ewigen Wahrheiten einzuhämmern.


Bruder Egberths eigener Hammer mit eingelassenem heiligen Symbol
(anklicken für Detailaufnahme)



Kurzer Streithammer mit Krähenschnabel (der Kopf ist aus Evazote und
einfach mit Pattex an den Stiel angesetzt, die Spitze ist ein normales
Endstück aus Rohrisolierung, welches konisch zugeschnitten wurde)
(anklicken für Detailaufnahme)

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