Creatures3- Lange erwartet und seit Dezember 1999 endlich im Handel. Um kurz etwas zu den Systemanforderungen zu sagen: Ich besitze einen P200mmmx, wie auf der Schachtel empfohlen und dachte anfangs auch, daß alle sgut geht. Aber wehe man nimmt mehr als 2 Norns ins Spiel, dann ruckelt das ganze entsetzlich! So kann ich das Spiel nur Leuten mit einen PC empfehlen, der einen besseren Prozessor hat.
Nun ein paar Infos für die, die sich fragen "Creatures 3? Was ist das denn?": Man züchtet wieder mal an einer Nornsippe herum und versucht die Tierchen am Leben zu halten und zu erziehen. Es gibt aber einige entscheidende Unterschiede zu den ersten 2 Teilen, und hier wäge ich mal die Vor- und Nachteile ab, um eventuell anderen bei einer Kaufentscheidung zu helfen:
Pluspunkte:
Die Norns sind wesentlich klüger und selbstständiger (Essen und Schlafen), außerdem sehr robust.
Die Sprache der Norns wurde ausgebaut und sie führen tiefgreifendere Gespräche ("will nach unten"-"hol Aufzug").
Das raumschiff ist eine wahre Augenweide! Fantastische Grafik und eine Welt, doppelt so groß wie die in Creatures 2!
Die Grendels sind endlich wieder so richtig fies und die Ettins wurden zu dauerkranken Räubern. Spannung garantiert!
Trotz der Gefahren bleibt das Spiel im Gegensatz zu C2 immer fair und nachvollziehbar.
Vereinfachte Steuerung: Die Baukästen sind verschwunden, nur noch 3 Menüs versorgen einen mit den wichtigsten Infos.
Die Technik spielt eine extrem wichtige Rolle, es gibt einige Dutzend kleinere und größere Aperate, die miteinander verbunden wirkungsvolle Grendel-Fallen und Krankenstationen bilden. Der Fantasie sind beim Basteln keine Grenzen gestzt und die fertigen Konstruktionen können anhand von Blaupausen sogar weitergegeben werden.
Minuspunkte:
Die Norngrafiken sind hässlich! Mikrig, lieblos gezeichnet und gar nicht mehr niedlich, was hat sich Cyberlife gedacht?!
Einen erkrankten Norn zu versorgen ist ohne die Baukästen sehr schwer, da er erst zur Krankenstation gezerrt werden muß.
Die Programmiersprache CAOS wurde verändert. Dies bewirkt sicher, daß es weniger Zusätze von Privatleuten geben wird.
Die einfache Steuerung führt dazu, daß man nicht mehr direkt die Körperfunktionen seiner Norns beeinflussen kann.
Die gefährliche, abwechslungsreiche Umwelt und die Maschinen sind eine feine Sache, die aber wiederum meine Meinung festigen, daß Creatures sich immer mehr vom eigentlichen Sinn (künstliche Lebewesen züchten) entfernt und zum Abenteuer-Spiel mutiert. Darüber kann man ja denken, wie man will, Spass macht C3 auf jeden Fall!
Alles in allem ein spannendes Spiel mit relativ selbstständigen und klugen Norns (wobei ich die Formulierung "Die neuste Generation künstlicher Intelligenz" auf der Schachtel jedoch fehl am Platz finde, da es sich bitteschön immernoch um künstliches LEBEN handelt!). Leider braucht man einen sehr guten Rechner und das eigentliche Spielprinzip ging ziemlich verloren.